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02. Juni 2004
SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz besucht die Verbraucherberatung in Euskirchen

Europa ist wichtig für die Verbraucher

Nirgendwo wird die Bedeutung des Europäischen Parlaments für den einzelnen Bürger so deutlich wie beim Verbraucherschutz. Darin sind sich Vertreter der Verbraucherschützer und Martin Schulz, SPD-Spitzenkandidat für die Europawahl am 13 Juni einig. &8222; Die wesentlichen Verbraucherschutzgesetze werden in Brüssel gemacht und dies oft gegen eine konservativ-liberale Mehrheit im Parlament und gegen das Wirken unzähliger Lobbyisten aus der Industrie. Trotzdem konnten in den letzten Jahren einige wichtige Verbesserungen für den Verbraucher in Brüssel durchgedrückt werden&8220;, so Martin Schulz.

Unterstützt wurde in seiner Auffassung der Europaparlamentarier durch Dr. Theo Wolsing, Projektleiter Europäisches Verbraucherzentrum der Verbraucher-Zentrale NRW und Frau Monika Jenke, Leiterin der Beratungsstelle in der Wilhelmstraße.

Noch sind Produzenten, Händler und Verbraucher nicht hinreichend informiert über das Gewährleistungsrecht. Fehlerhafte Produkte können noch nach 2 Jahren umgetauscht werden. &8222;Allerdings muss ab dem 7. Monat nach Kauf, der Käufer beweisen, dass die Fehlfunktion auf einen Produktfehler zurückzuführen ist&8220;, so Theo Wolsing. In der Regel müssen die Sachen aber umgetauscht werden.

Probleme gibt es auch noch beim europaweiten Einkauf per Internet. Auch hier gilt, dass man noch zwei Wochen nach Erhalt des Produkts die Ware zurückgeben kann und sein Geld zurückbekommt. Einige schwarze Schafe halten sich aber nicht daran. Monika Jenke: &8222; Dann kommen die Menschen zu uns und bitten um Hilfe.&8220; Martin Schulz sind die Probleme bekannt. Er geht davon aus, dass in der kommenden Legislaturperiode die Verbrauchergesetze modifiziert werden. Für Schulz ist klar, dass die berechtigten Ansprüche der Industrie und die der Konsumenten Berücksichtigung finden müssen.
Kontrolliert werden können die Produzenten und Händler nur vom Verbraucher und der Verbraucherlobby, die Verbraucherberatungsstellen. &8222; Diese, und dies gilt besonders für die Euskirchener Beratungsstelle, sind eine unverzichtbare Hilfe für den Kleinen Mann, der sich sonst nicht helfen kann. Hier hat die Landes- und Kommunalpolitik die Verpflichtung, um die Gesetze durchzusetzen, die Arbeit der Verbraucherberatung finanziell sicher zu stellen&8220;, so Uwe Schmitz, Landratskandidat der SPD.

Nicht nur der Gerechtigkeitsaspekt zählt für Schmitz, &8222;sondern es ist auch wirtschaftlicher für die Kommunen. Die Verbraucherberatung holt viele aus der Schuldenfalle heraus, bevor sie als Sozialhilfefälle die Kommunen belasten.&8220;

Darum ist es für Schmitz und Martina Grundler, Bürgermeisterkandidatin unabdingbar, dass die Beratungsstelle in Euskirchen langfristig gesichert werden muss. Grundler: &8222;Gerechtigkeit muss vor Wirtschaftsmacht kommen!&8220;


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