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Euskirchen, 05. Oktober 2004
Wir unterstützen unsere Landwirte
SPD Mittelrhein gegen Novellierung der Zuckermarktordnung
RESOLUTIONWir fordern die SP-Mitglieder des Europäischen Parlaments und die SPD-geführte Bundesregierung auf, bei der EU-Kommission zu bewirken, dass die bisherige Zuckermarktordnung in ihren Grundzügen fortgeführt wird und die beabsichtigten Preis- und Quotensenkungen für Zuckerrüben nicht realisiert werden werden, damit die rheinischen Rübenbauern nicht in ihrer Existenz gefährdet werden. Es muss auch in Zukunft möglich sein, dass Zuckerrüben im Rheinland wirtschaftlich angebaut werden können.
Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Entwicklungschancen im ländlichen Raum, die über den engen Rahmen der bisherigen Agrarpolitik hinausweist und Perspektiven eröffnet.
Wir fordern zudem, dass die hohen Umwelt- und Sozialstandards in Europa bei den WTO-Verhandlungen berücksichtigt werden.
Begründung:
Die Reformvorschläge der EU-Kommission hätten für unsere Region und für unterentwickelte Länder erhebliche Auswirkungen:
- über 10.000 Bauernhöfe in NRW wären in ihrem Bestand gefährdet
- unsere über 100 Jahre alte Kulturlandschaft würde sich erheblich verändern durch den Wegfall der Rübenanbaufläche und die damit verbundene Regulierung des Wasserhaushaltes
- multinationale Konzerne und Großplantagenbesitzer, die in Brasilien großflächigen Plantagenanbau zu Lasten der Umwelt betreiben, wären die Gewinner der Novellierung
- Verlierer wären neben unseren Landwirten, die aufgrund der Umwelt- und Sozialstandards nicht kostengünstiger produzieren können, die 50 ärmsten Entwicklungsländer, die ihren Zucker in der EU absetzen.





