Pressemitteilung:
Kreis Euskirchen/Berlin, 30. September 2005
Zivilbeschäftigte auf Burg Vogelsang brauchen eine Perspektive
Helga Kühn-Mengel, MdB, schreibt an Minister Eichel und fordert den Landrat auf aktiv zu werden
In Anbetracht der schwierigen Situation der 165 Zivilangestellten auf Burg Vogelsang, die bisher überwiegend keinen Arbeitsplatz nach dem Abzug der Belgier zum 31. Dezember 2005 haben, hat sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Helga Kühn-Mengel an das zuständige Finanzministerium gewandt.„Ich habe Minister Eichel darum gebeten darauf hinzuwirken, dass bei zukünftigen Beschäftigungsverhältnissen, die der Bund beispielsweise für den Objektschutz der Burg schließt, die bisherigen Zivilbeschäftigten zuerst berücksichtigt werden.“, so Helga Kühn-Mengel.
Allerdings sehe sie die Verantwortung für die Koordinierung der Unterstützung beim Kreis Euskirchen und fordert die Verantwortlichen auf, sich intensiver um die Belange der Betroffenen zu kümmern:
„Der Landrat und sein Konversionsbeauftragter müssen hier endlich aktiver werden. Es kann nicht sein, dass sich beispielsweise Zivilbeschäftigte auf eigene Initiative hin weiterbilden, um die Bewachung der Burganlage nach Abzug der Belgier zu übernehmen und vom Kreis Euskirchen an die Bundesregierung verwiesen werden, da sie Eigentümer der Liegenschaft sei. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ist zwar Eigentümer und daher für die Bewachung der Burg ab 1. Januar 2006 auch zuständig, aber wofür hat man einen Konversionsbeauftragten, wenn der sich nicht für die Belange der Zivilangestellten einsetzt und die Möglichkeiten für eine Weiterbeschäftigung koordiniert?
Ich wünschte mir, dass der Kreis Euskirchen mehr Verantwortung für die Betroffenen übernimmt, sich ihrer annimmt und ihre Interessen gegenüber dem Eigentümer vertritt, anstatt sie einfach an andere Stellen zu verweisen.
Zudem sollten die Vertreter der Beschäftigten zu den Sitzungen der Standortentwicklungsgesellschaft Vogelsang eingeladen werden, um sich ein eigenes Bild von den Möglichkeiten einer Weiterbeschäftigung auf der Burg zu machen.
Hier hat der Kreis wirklich die konkrete Möglichkeit für seine Bürgerinnen und Bürger aktiv zu werden. Diese Chance sollte er sich nicht entgehen lassen.“, so Kühn-Mengel.
Links:
Homepage Helga Kühn-Mengel, MdB




