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Meldung:

Euskirchen, 08. Mai 2007
SPD im Dialog über die Bildungspolitik in NRW

Gemeinschaftsschule ist die Lösung für viele Probleme

Jochen Ott
Jochen Ott
Im August 2007 wird die NRWSPD auf einem Parteitag neue bildungspolitische Leitlinien verabschieden. Diskutiert werden diese Leitlinien mit Bürgerinnen und Bürgern in Gesprächsforen im ganzen Land. Am gestrigen Montag stellten Jochen Ott, Schulexperte im Landesvorstand der SPD und Vorsitzender der Kölner SPD sowie Liesel Koschorreck SPD-MdL im Cityforum Euskirchen die wichtigsten Themen vor.

Die SPD ist für einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr, für Gebührenfreiheit im Kindergarten, für Ganztagsangebote in allen Schulen bis zur 10. Klasse, für längeres gemeinsames Lernen aller Schüler (Gemeinschaftsschule) und für eine Ausbildungsgarantie.

Im Mittelpunkt der Diskussion im City-Forum stand eindeutig die Gemeinschaftsschule. „ Die Gemeinschaftsschule ist die Lösung für viele Probleme“, so Jochen Ott.

Sie bietet allen Schülern, auch den leistungsschwächeren, bessere Möglichkeiten, sich individuell zu entfalten. Ein Abschieben wie bisher auf die Hauptschule fällt weg. Hauptschule bedeutet heute für viele Absolventen das Aus für den Einstieg in die Arbeitswelt. Damit ist die Gemeinschaftsschule die Antwort auf „Pisa“. Die Gemeinschaftsschule läst sich auch in Zeiten rapiden Schülerzahlenrückgangs ortsnah organisieren. Erst in der Oberstufe muss zentralisiert werden durch Einführungen von Oberstufenzentren. Damit ist sie auch die Antwort auf den demographischen Wandel, auf den auch in den Kommunen Antworten gesucht werden müssen.

Aktuell ist diese Frage in der Kreisstadt. Die betroffenen Lehrer und Eltern meldeten in der Diskussion deutlich ihre Bedenken gegen die Schließungsabsichten der Verwaltung von Grundschulen im Stadtgebiet an.

Jochen Ott und Kreisvorsitzender Uwe Schmitz ermunterten die Betroffenen die Diskussion über die Neuorganisation der Grundschulen offensiv anzugehen. Schmitz: „Die rückläufigen Schülerzahlen sind Fakt. Wo und wie die Schulen weitergeführt werden, kann nicht durch einen Federstrich der Verwaltung bestimmt werden, sonder muss durch eine Verantwortungsgemeinschaft von Eltern, Politik, Medien und Verwaltung im Konsens entschieden werden.“


Ausführliche Informationen zu den wichtigsten Thesen und Inhalten des Bildungsprogramms der NRWSPD finden sie unter:
www.bestebildung.de
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