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Meldung:

Schleiden, 22. Januar 2008
Liesel Koschorreck, SPD-Landtagsabgeordnete, nach Besuch in Schleiden-Oberhausen

Engagierte Glashütten-Belegschaft lohnt Investitionen

Liesel Koschorrek
Liesel Koschorrek
"Die Beschäftigten sind so engagiert bei der Sache, strahlen so viel Begeisterung für ihren Beruf und ihren Betrieb aus," beschreibt Liesel Koschorreck, SPD-Landtagsabgeordnete für den Euskirchener Südkreis, ihre Eindrücke aus ihren Gesprächen am Montag. "Umso geschockter bin ich, dass es für das Werk in Oberhausen keine Zukunft mehr geben soll. Es fällt schwer, jungen Menschen Motivation für Schule und Ausbildung zu vermitteln, wenn sie derartige Entwicklungen mitbekommen. Ich bin mir sicher, dass sich die Investition in diese engagierte Belegschaft für den Ardagh-Konzern langfristig rechnen würde, auch wenn kurzfristig an anderer Stelle eine bessere Rendite zu erzielen ist."
Koschorreck war gestern unmittelbar nach Kenntnis der Hiobsbotschaft nach Schleiden gefahren, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Sie nahm an Gesprächen mit der Werksleitung und Bürgermeister Hergarten teil "Natürlich können wir als Politiker keine kurzfristigen Lösungen anbieten. Aber vergleicht man die Fälle von Nokia in Bochum, RAPAK in Düren und der Glashütte hier in Schleiden wird deutlich, dass sich die Politik stärker um die Rahmenbedingungen kümmern muss."
Wenn sich die Schließung nicht mehr abwenden ließe, komme es darauf an, über einen Sozialplan die Qualifikation der Beschäftigten auch für andere Arbeitsfelder zu verbessern. "Schleiden darf mit diesem Problem nicht alleine gelassen werden, hier ist der Kreis Euskirchen, hier ist die Landesregierung massiv gefordert."


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