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Pressemitteilung:

Kreis Euskirchen, 07. Oktober 2008

Verkauf des Staatswaldes schadet Ökosystem Wald

Gillesbach bei Steinfeld
"Wenn der Wald nur noch in der Hand von Privatbesitzern ist, wird es immer schwieriger, die ökologische Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes zu sichern", warnte die Bundestagsabgeordnete Helga Kühn-Mengel anlässlich der Pläne der NRW-Landesregierung zum Verkauf von rund 3000 Hektar Staatswald in der Eifel. Der Staat habe die gesetzliche Aufgabe, das Ökosystem Wald zu erhalten. Ohne eigenen Wald könne der Staat diese Pflicht nicht mehr im notwendigen Maße erfüllen. Schon jetzt sei in NRW rund zwei Drittel des Waldes in Privatbesitz.
Die Pflicht zum Naturschutz auf Staatsflächen ist leichter zu erfüllen als in rein privatwirtschaftlich betriebenen Forsten. "Angesichts des Klimawandels, wo dem Forst eine wichtige Ausgleichsrolle zukommt, ist das Verhalten der Landesregierung ökologisch fahrlässig" erklärte Kühn-Mengel.
Die plötzlichen Beschwichtigungen des Landtagsabgeordneten Clemens Pick kämen etwas spät und seien unredlich. Erst nach geballtem Protest aus der Bevölkerung und erheblichen Bedenken seitens der örtlichen Bürgermeister gegen die Verkaufspläne habe Pick sich bereits erklärt, überhaupt Stellung zu beziehen. Kühn-Mengel: „Herr Pick hat dem Landeshaushalt 2008 zugestimmt, in dem der Verkauf von Staatswald klar festgeschrieben steht. Er kann sich nicht rausreden. Er hat den geplanten Verkauf von 3000 Hektar Staatswald und seine Folgen mit zu verantworten.“
Links:
Homepage Helga Kühn-Mengel, MdB

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