Pressemitteilung:
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13. November 2008
Perspektiven des Wohnungsbaus im Kreis Euskirchen
„Wir möchten von der Verwaltung wissen, wie sich der Wohnungsmarkt und der Bestand an Wohnungen im Kreis in den letzten Jahren entwickelt hat, welche Entwicklung im Bereich der Wohnungen mit Sozialbindung stattgefunden hat und welche Steuerungsmaßnahmen im Bereich des Wohnungsbaus genutzt werden“, verdeutlicht Schmitz. Ein so wichtiges Thema wie bezahlbarer Wohnraum müsse so schnell wie möglich aufgegriffen werden.Es folgt der Antragstext:
Sehr geehrter Herr Landrat,
die SPD-Fraktion im Kreistag Euskirchen beantragt, das Thema „Perspektiven des Wohnungsbaus im Kreis Euskirchen auf die Tagesordnung der nächsten Sitzungen von Kreisausschuss und Kreistag zu setzen und in diesen Gremien darüber zu diskutieren. In diesem Zusammenhang bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Wie hat sich der Wohnungsmarkt im Kreis Euskirchen seit dem Jahr 2004 entwickelt? Welche weitere Entwicklung prognostiziert die Verwaltung im Bereich des Wohnungsbaus?
2. Wie viele neue Wohnungen sind im Kreis Euskirchen seit dem Jahr 2004 fertig gestellt worden? (bitte differenziert nach Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern)
3. Wie hat sich der Bestand an Wohnungen mit Sozialbindung im Kreis Euskirchen seit dem Jahr 2004 entwickelt? Welche weitere Entwicklung wird von der Verwaltung prognostiziert?
4. Welche Steuerungsmöglichkeiten nutzt die Verwaltung im Bereich des Wohnungsbaus?
5. Welche Planungen gibt es bei der EugeBau bezüglich der Schaffung von sozialem Wohnungsraum?
Begründung
Ein vom Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegebenes Gutachten des Eduard Pestel Instituts für Systemforschung errechnet bis zum Jahr 2025 einen Wohnungsbedarf von zusätzlich 680.000 Wohnungen in ganz NRW. Dies entspricht einem Ersatz- und Zusatzbedarf von rund 34.000 Wohnungen pro Jahr. Das Gutachten prognostiziert bis 2025 in 28 Kreisen und kreisfreien Städten ein Defizit im Wohnungsangebot von insgesamt rund 177.000 Wohnungen, zugleich hat das Pestel-Institut in 25 anderen Regionen einem Überhang von rund 71.000 Wohnungen errechnet. Der Kreis Euskirchen wird hierbei als ein Wohnungsmarkt „mit wachsender Anspannung“ bezeichnet. Die Disparitäten zwischen den regionalen Wohnungsmärkten sollen deutlich steigen. Die wohnungspolitischen Handlungserfordernisse stellen sich nach dem Gutachten daher regional sehr unterschiedlich dar und machen eine Klärung unserer Fragen notwendig.





